Das Großdeutsche Reich (kurz Großdeutschland) war die amtliche Bezeichnung des Deutschen Reiches ab dem 26. Juni 1943. Die seit dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich verwendete Bezeichnung nahm Bezug auf die aus dem 19. Jahrhundert stammende Idee der „großdeutschen Lösung“. Durch den Erlass RK 7669 E des Reichsministers und Chefs der Reichskanzlei, Hans Heinrich Lammers, vom 26. Juni 1943 trug das Deutsche Reich hinfort auch offiziell den Namen Großdeutsches Reich.
Bei den Gebietserweiterungen im Zuge des Zweiten Weltkrieges wurden keine staatsrechtlichen Verträge abgeschlossen und die Gebiete wurden nur formell Teil des Deutschen Reiches, was darauf schließen lässt, dass die Grenzen des Reiches nicht bindend sein sollten. Im Altreich blieb die Gliederung in Länder bestehen. Die neuen Gebiete wurden meist in Reichsgaue unterteilt.
Chronologie:
Gebietszuwachs des Deutschen Reiches nach der Eingliederung des Sudetengebietes:
- 15. und 16. März 1939: Bildung des “Protektorats Böhmen und Mähren” als integraler Bestandteil des Deutschen Reiches mit Sonderrechten (Schutz der tschechischen Sprache und Kultur).
- 23. März: Rückgabe des Memelgebiets von Litauen aufgrund vertraglicher Einigung.
- 26. Oktober 1939: Eingliederung der früheren reichsdeutschen Gebiete in das Deutsche Reich; Bildung der Reichsgaue Danzig-Westpreußen und Wartheland
- 18. Mai 1940: Wiedereingliederung Gebiete Eupen und Malmedy in das Deutsche Reich.
- 1. Juni 1940: Eingliederung von zehn bisher zu Belgien gehörende Gemeinden in das Deutsche Reich.
- bis August 1940: Unterstellung der Gebiete Luxemburg, Lothringen und Elsass unter besondere Zivilverwaltung. Bildung von Bezirken im Osten.
Political Correctness:
Der Begriff „Großdeutsches Reich“ wird von den meisten Bewohnern der BRD heute als negativ empfunden. In sämtlichen Systemmedien wird der Begriff meist auch noch in Anführungszeichen gesetzt, wie es auch bei „Anschluß Österreichs“ bereits der Fall ist. Oftmals auch wird der Begriff heute mit der angeblichen völligen Germanisierung und Annexion Osteuropas bis zum Uralgebirge gleichgesetzt, womit man die Tatsache verschleiern will, dass Österreich nach wie vor deutsches Land ist. Auch will die BRD den großdeutschen Gedanken ersticken. Leider wird der Begriff oftmals fälscherweise in Bezug auf die deutschen Ostgebiete verwendet, obwohl Großdeutschland sich auch auf ein Deutschland unter Einbezug auf Österreich bezieht.
Weiterführende Literatur:
Preradovich, Nikolaus von: “Großdeutschland 1938. Traum, Wirklichkeit, Tragödie.”, Druffel Verlag 1987, ISBN-13: 978-3806110517, zu beziehen u.A. beim Versandbuchhandel “Scriptorium”
[Übernommen von Metapedia, leicht gekürzt und abgeändert. Die Redaktion.]
Ein Dank an die AG Schwaben für die Zusammenfassung.


