13. August 2010 – Ein Leser sandte uns untenstehenden Beitrag zu, dieser befaßt sich mit dem Thema Schußwaffengebrauch, überforderte Polizisten und deren psychische Probleme (die nicht selten im Selbstmord enden) usw. In der Auflistung über die Schießereien sind einige mit entsprechenden Presseberichten darüber verlinkt, die restlichen kann man bei diversen Suchmaschinen eingeben. Als Schlußpunkt des Textes ein Gespräch mit einem Waffenhändler. Hier nun der Leserbeitrag:
Achtung! Dieser Beitrag ist nicht für Jugendliche unter 18 Jahren geeignet
Schießereien bis die Läufe glühen und kein Ende in Sicht
Kennen Sie das noch: „Die Renten sind Sicher.“ Für die Sicherheit der Bevölkerung ist alles getan. „Niemand muß in deutschen Städten Angst haben.“ Warum auch? Schwerkriminalität gibt es nicht in Deutschland. Wir haben schließlich keine amerikanischen Verhältnisse wo der Bürger täglich mit Schießereien auf den Straßen rechnen muß.
Höchstens mal am:
01. 01. 2010 Schießerei in Eberswalde
13. 01. 2010 Schießerei in RÜSSELSHEIM
20. 01. 2010 Schießerei in Preetz
08. 02. 2010 Schießerei in Greifenberg
20. 02. 2010 Schießerei in Arnsberg/Vosswinkel
27. 02. 2010 Schießerei in Essen
01. 03. 2010 Schießerei in Grossköllnbach
13. 03. 2010 Schießerei in Coesfeld/Havixbeck
14. 03. 2010 Schießerei in Bremen
16. 03. 2010 Schießerei in Jena
17. 03. 2010 Schießerei in Anhausen
19. 03. 2010 Schießerei in Hemsbach
29. 03. 2010 Schießerei in Troisdorf
01. 05. 2010 Schießerei in Hopsten
05. 05. 2010 Schießerei in Delmenhorst
09. 05. 2010 Schießerei in Duisburg
16. 05. 2010 Schießerei in Wittenberge
20. 05. 2010 Schießerei in Wiesbaden
27. 05. 2010 Schießerei in Berlin
09. 06. 2010 Schießerei in Kamen
12. 06. 2010 Schießerei in Blumenau
18. 06. 2010 Schießerei in Berlin
19. 06. 2010 Schießerei in Sulzbach
22. 06. 2010 Schießerei in Berlin
23. 06. 2010 Schießerei in Bremen
26. 06. 2010 Schießerei in Orscholz
28. 06. 2010 Schießerei in Bremerhaven
29. 06. 2010 Schießerei in Kassel
04. 07. 2010 Schießerei in Erfurt
05. 07. 2020 Schießerei in Hannover
20. 07. 2010 Schießerei in Dortmund
Dann höchstens noch –
am 26. 01. 2010: „Polizei erschießt Mann vor Klinik in Frankfurt“
am 15. 01. 2010: „Fliehender Bankräuber von Polizei angeschossen“
am 27. 01. 2010: „Polizist schießt Mann in den Oberschenkel“
am 01. 02. 2010: „Polizistin schießt Randalierer nieder“
am 03. 02. 2010: „Polizist schießt Wüterich in den Hintern“
am 14. 02. 2010 „Blutbad in Rostock“
am 16. 03. 2010: „Berlin: Polizist erschießt Angreifer“
am 19. 03. 2010: „Polizist schießt in den Arm“
am 28. 04. 2010: „Polizist schießt auf mutmaßlich bewaffneten Mann“
Rechnet man die an den obigen Schießereien Beteiligten zusammen, ergeben sich recht „eigenartige“ Schlußfolgerungen:
Rechnet man jetzt die „BRD-Bürger“, zwar mit „BRD – Ausweis“, aber mit Migrationshintergrund bzw. Abstammung hinzu, dann kommt man auf einen Ausländeranteil von über 70 %. Das paßt wiederum nicht so richtig zum Loblied von “Kulturbereicherung und Lebensfreude”, deshalb läßt man da lieber die Nationalität weg, dafür gibt man sich als Ausgleich Mühe auf die Rockerauseinandersetzungen besonders hinzuweisen. Rechnen wir jetzt die Ausländer und die Rockerbanden mal raus, dann haben wir lediglich eine schwere Kriminalität von 10 %, wovon dann über 80 % Aufgeklärt werden. Also kein Grund in Panik zu verfallen.
Oder sieht das Volk das anders?
Da lesen wir am 09.02.2010:
Zwei Polizisten erschießen sich mit Dienstwaffen
Zwei Polizisten des gleichen Abschnittes in Berlin – Wedding haben sich mit ihren Dienstwaffen das Leben genommen. Am Dienstag nahm sich ein 49-jähriger Polizeihauptkommissar während seines Dienstes in den Räumen des Polizeiabschnitts 35 in der Oudenarder Straße das Leben, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Kollegen fanden ihn tot im Sanitätsraum, nachdem er zu einer Besprechung nicht erschienen war.
Bereits am Wochenende hatte sich in einer Kleingartenanlage am Halligweg in Tegel ein 44-jähriger Kollege des Abschnittes 35 mit seiner Dienstwaffe getötet.
Was ist auf den Dienststellen in Berlin los, daß gestandene Polizisten reihenweise die Dienstwaffe für Suizide mißbrauchen. Konkrete Nachfragen werden nicht beantwortet. Warum? Vielleicht weil es dann zur Sprache kommt, daß bei ihrem Chef schon mal zwei Polizistinnen sich das Leben genommen haben. Bianca Müller war wohl die Bekannteste von ihnen. Vielleicht wäre es angebracht zu überprüfen ob ein Chef der solche „Todsicheren“ Posten anbietet, geeignet ist andere Menschen zu führen. Bei 4 Suiziden sind Zweifel mehr als berechtigt.
Bei den Kollegen herrscht eine Mauer des Schweigens. Wenn mal eine Antwort kommt, dann ist sie unbestimmt wie: „na ja, der hat das Elend wenigsten hinter sich.“ oder „ ist manchmal vielleicht das Beste“ oder „welche Alternativen haben wir denn?“
Anfangs durchaus von Idealismus beseelte Polizisten werden gleichgeschaltet und verheizt!
Der amerikanische Polizeipsychologe Violanti untersuchte das Phänomen der Selbsttötung von Polizisten intensiv und nennt folgende Risikofaktoren für Suizide in diesem Berufsfeld:
o Psychologische Schwierigkeiten: Schwere Depressionen, Angstreaktionen.
o Alkoholmißbrauch.(50 – 55 %)
o Streß und Trauma, wie fortgesetzte Konfrontation mit Gewalt, Tötung von Kollegen im Dienst, Schuldgefühle.
o Disziplinäre Probleme: Schwierigkeiten mit der Polizeiorganisation, Verstrickung in Ermittlungen wegen Beteiligung an Korruption, Suspendierungen, unterdurchschnittliche Leistungen.
o Beziehungen: Streit mit Ehepartnern und Lebensgefährten, partnerschaftliche oder familiäre Probleme, finanzielle Probleme in der Partnerschaft, Trennung.
Hinzu kommt System – Mobbing bei der Berliner Polizei. Schafften sie nach dem Selbstmord der Polizei-Meisterin Stefanie L. vor vier Jahren brisante Unterlagen beiseite? Warum wurden ihre Unterlagen beim Notar deponiert und der Untersuchungskommission so vorenthalten?
Es gibt Berufe, die eine etwas höhere Suizidrate aufweisen. „Das sind vor allem helfende Berufe“, etwa Polizisten, Feuerwehr oder auch Ärzte.
„Wer häufig mit Suizid und Tod konfrontiert ist, ist auch stärker gefährdet“, sagt Siegfried Kasper, Primarius der Abteilung für Allgemeine Psychiatrie am AKH Wien. Kasper spricht in diesem Zusammenhang vom sogenannten „Ansteckungsmodell“. Nach einem Suizid treten gehäuft weitere Selbstmorde auf, vor allem in der unmittelbaren Nachbarschaft. Ein Effekt, der auch immer wieder nach medialer Berichterstattung über Suizide – und speziell detailliert über die Todesarten – auftritt. Das ist einer der Gründe, warum etwa über Menschen, die sich vor die U-Bahn werfen, nicht mehr berichtet wird, um nicht auch noch Nachahmungstäter zu motivieren. Ein Grund warum Suizide innerhalb der Polizei, möglichst im kleinen Kreis und als Chefsache behandelt werden. Ein Fehlverhalten von politisch bestimmten Vorgesetzten ohne nötige Fach- und Führungsqualitäten wird so nie festgestellt. Leidtragende sind nicht nur die Polizisten die im Namen der Politik verheizt werden, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger. Man gaukelt ihnen polizeiliche Sicherheit vor, die einfach nicht vorhanden ist. Man versucht diesen Zustand durch Fehlinformationen zu kompensieren, wenn das nicht klappt gibt es eben eine Nachrichtensperre. Sollte ein Journalist trotzdem im Alleingang vorgehen, verliert er seine Akkreditierung. So werden Serientäter in ihren Straftaten bestärkt, sogar unterstützt. Wichtige Nachrichten werden der Bevölkerung vorenthalten.
So wird lediglich teilweise und halbherzig Regional berichtet, wenn es gar nicht mehr anders geht. Auch wir wollen und werden nicht alles bringen um keine Panik zu verursachen, doch was sein muß, das muß sein:
Seit Monaten oder besser seit Jahren schon feuern Unbekannte auf Sattelschlepper und PKW auf den Autobahnen.
“Bisher ist wie durch ein Wunder noch niemand verletzt worden,” tönte der gleichgeschaltete BRD – Blätterwald. Doch nun wurde offenbar zum ersten Mal eine Autofahrerin getroffen, so heißt es. Eine Frau wurde auf der Autobahn in den Hals geschossen. Aber eben kein Einzelfall: In einem weiteren PKW wurden zwei Insassen durch willkürliche Schüsse von der Gegenfahrbahn getroffen. Ein Kind wurde in einem anderen Fahrzeug durch einen Schuß verletzt. Zwei Discobesucher wurden aus einem fahrenden Auto heraus beschossen.
Eine Pressemeldung aus München besagt:
„Er schießt auf der Autobahn wahllos auf andere Fahrzeuge. 400 hat er schon beschädigt, eine Frau wurde schwer verletzt. Die Polizei vermutet einen Brummi-Fahrer hinter dem Geisterschützen.“
Man versucht hier die ganzen ungeklärten Fälle, einem einzigen Schützen zuzuordnen. Ist die einfachste Methode. Bei einem neuerlichen Vorfall im anderen Bundesland ist man dann fein raus, weil nicht mehr zuständig.
Es wird geschossen wie noch nie auf deutschen Autobahnen, seit Oktober 2008 sind 160 Lastwagen getroffen worden, in elf Bundesländern wurden Einschüsse gemeldet. Vielleicht war es ein Täter, vielleicht mehrere. Die Zahlen steigen jedoch wöchentlich. Die Orte legen jedoch die Vermutung nahe, das es sich hier einerseits um mehrere Personen handeln muß, bzw. eine Reihe von Trittbrettfahrern. Einige Autobahnschützen sind bereits verhaftet und verurteilt. Die Schießereien auf unbeteiligte Autofahrer nehmen jedoch zu, nicht ab.
Betroffen sind besonders unter anderem, die Autobahnen in Rheinland – Pfalz, A61 und die A3 A4, A5 sowie die Autobahn A8 um das Autobahnkreuz Stuttgart. Nun kommt vermutlich die A 45 nach den Protokollen des BKA hinzu. So liest man auch: Auf verkehrsärmeren Strecken rund um Langenfeld und Monheim ballern Schießwütige nachts aus dem Autofenster auf Schilder. Eine Gefahr für alle Autofahrer. Unbekannte Täter haben am frühen Donnerstagmorgen auf der Autobahn 44 zwischen Aachen und Jülich auf fahrende Fahrzeuge geschossen.
Nach ersten Ermittlungen waren die noch unbekannten Täter auf der Gegenfahrbahn in Richtung Düsseldorf unterwegs und hatten die Schüsse aus ihrem fahrenden Auto abgefeuert. An einem Auto konnte man einen Einschuß klar feststellen. Verletzt wurde aber niemand.
Diesmal, kann man da nur sagen.
Die wilden Schießereien beschränken sich jedoch nicht nur aus LKW oder PKW auf den Autobahnen. Ein Ziel seit Jahren sind Straßenlampen und Verkehrsschilder.
Noch mal zur Erinnerung, wir sprechen hier nicht über dumme Jungenstreiche oder Luftgewehrschützen, sondern um reale scharfe Munition die hier verschossen wird. Und das nicht wenig wie das Beispiel von Heede zeigt:
Heede – Unbekannte Täter haben in der letzten Zeit mehrere Straßenlaternen und Verkehrszeichen in Heede beschossen und erheblichen Sachschaden angerichtet. Nach den bisherigen Feststellungen der Polizei schossen die unbekannten Täter vermutlich mit einer Kleinkaliberwaffe auf mehrere Straßenlaternen und Verkehrsschilder in den Straßen Hermann – Abels – Straße, Neurheder Straße und Kämpe. Die Geschosse durchschlugen teilweise den kompletten Beleuchtungskörper der Straßenlaternen. Insgesamt wurden sieben Straßenlaternen und mehrere Verkehrszeichen beschädigt. An einem der Beleuchtungskörper konnten bis zu 30 Einschüsse gezählt werden. Auf ein Verkehrszeichen wurde bis zu einhundert Mal geschossen. Die Gemeinde Heede hat für Hinweise, die zur Ermittlungen der Täter führen, eine Belohnung von 150 Euro ausgesetzt. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Dörpen unter der Telefonnummer (04963) 8911 zu melden.
Glaubt man ernsthaft mit 150,- Euro jemanden zur Aussage zu bewegen?
Am Dienstag, 29.06.2010, führte die Polizei bei einer länderübergreifenden Aktion Fahndungskontrollen zur Bekämpfung des Phänomens „Schüsse auf der Autobahn“ durch. Bundesweit waren am Einsatztag 708 Beamte beteiligt. Die Polizeibeamten kontrollierten 2673 Personen, fanden jedoch keinen Heckenschützen. Vielleicht verständlich wenn man sich vor Augen hält, daß der oder die Schützen, aus sicherer Deckung heraus auf die Autobahn feuern.
Nach all dem fragt man sich natürlich, was hat, oder was bringt das neue Waffengesetz. Um kurz zu sagen nichts.
Deutschland hat ca. 84 Millionen Einwohner, das entspricht ca. 50 Millionen Erwachsenen.
Nimmt man nun an, daß nur sehr wenige Frauen ein Interesse an Waffenbesitz haben, so verbleiben ca. 27 Millionen potentielle Waffenbesitzer.
Der Waffenbestand wird von der Polizei exakt in dieser Höhe eingeschätzt, nämlich daß die Bundesbürger 27 Millionen Waffen besitzen. Davon sind 7.2 Millionen Waffen in legalem privatem Besitz.
Das bedeutet, statistisch hat jeder 3. Deutsche erwachsene (fast ausschließlich) Mann eine Waffe.
In der Realität ist es allerdings so, daß 2/3 dieser Personen keine Waffen haben und 1/3 im Durchschnitt je 3 Waffen. Das bedeutet, 2,4 Millionen Bürger der BRD verfügen über jederzeitigen Zugriff auf wenigstens eine legale scharfe Waffe. Illegale Waffenbesitzer kümmern sich ohnehin nicht um Statistiken, geschweige denn Gesetze.
Man unterstellt Waffensammlern gerne, durch den Waffenwunsch ein gestörtes Verhältnis zur Machtausübung zu veräußerlichen, genau das trifft nun aber zum Teil genau auf den Personenkreis zu, der bereits zum Einstieg ins Berufsleben den Polizeiberuf als Ziel anstrebt.
Das Phänomen ist der Polizeiführung durchaus seit langem bekannt. Diese statistische Auswertung zeigt das wirkliche Ausmaß. Diese wird jedoch als Top – Secret der Öffentlichkeit verschwiegen. Hier zeigt sich, es geht bei den Waffengesetzen nicht darum die Bevölkerung zu schützen, oder den kriminellen die Waffen weg zu nehmen. Die geben die illegalen Waffen sowieso nicht ab. Es geht einzig allein darum, denen den Zugang zu den Waffen zu verwehren, welche die Mißstände erkannt haben und sich mit den Waffen aufmachen könnten, das Volk aufzurufen diesen Mißstand zu beseitigen. Denn der Sumpf ist noch viel tiefer als man uns weis machen will.
Einer unserer Kameraden hat in diesen Sumpf unter Lebensgefahr gestochert.
Wir bringen hier nur ein kleinen Auszug um die Ausmaße überhaupt begreiflich zu machen, ohne unsere Quellen offen zu legen. Was wir können, das sollte die Polizei, BKA oder wer auch immer, mit Leichtigkeit können. Wir werden ihnen nicht die Arbeit abnehmen. Sofern von den „Politikern“ überhaupt Grünes Licht gegeben würde, diese Waffenschieberei ernsthaft zu unterbinden. Wir hegen da jedoch ernsthafte Zweifel, daß dies überhaupt beabsichtigt sein könnte.
Auszug aus dem Protokoll:
…wie verabredet traf ich mich mit meinem Kontaktmann am Bahnhof Zoo. Wir fuhren mit einem Taxi in einen anderen Stadtteil. Dort bestiegen wir ein
Kleinbus mit PL – Nummer. Die Türen fielen zu und die Fahrt ging los. Jetzt war die Frage: halten sie ihr Versprechen oder ist im nächsten Wald Endstation. Nach mehreren Stops ohne daß ich aussteigen durfte oder etwas sehen konnte, kamen wir nach ca. 3,5 Stunden an. Mein erster Gedanke beim Aussteigen war: Au weia, du bist nicht mehr in Deutschland. Mein Kontaktmann machte mich mit einem anderen bekannt, der würde mein Dolmetscher und Leibwächter sein. Ich sollte ihn für die Dauer unseres Treffen Tomacek nennen. Tomacek schleppte mich kreuz und quer durch die halbe Stadt zu einem anderen Transporter. Nachdem wir eingestiegen und losgefahren waren, war Funkstille angesagt. Uhr und Handy wanderten in eine Kassette. Tomacek erklärte, „ist aus Blei geht nichts kaputt.“ Nach weiteren 2 oder waren es drei Stunden, trafen wir am Ziel ein. Die Tür ging auf und welch ein Lichtblick, ich erkannte Grünberg. Seit meinem letzten Besuch waren zwar über 20 Jahre vergangen, aber in Grünberg läuft die Zeit doch nicht so schnell. Dann kam er in seinem schwarzen 7er BMW, der ominöse „Janek“ wie er sich selbst nannte.
Einer von vielen Waffenschiebern von Berlin.
Seine erste Frage:
„Weißt Du wo Du hier bist?“
„Ja, in Grünberg“
„Du meinst Zieljona Gora“
„Keine Ahnung ich kann kein polnisch“
„Glaubst du daß du hier lebend wieder weg kommst?“
„Klar sonst wäre ich nicht hier?“
„Woher willst Du Dir so sicher sein“
„Weil wir dich erpreßt haben und du kein Ärger mit den Litauern haben willst. Außerdem bist du nicht dumm und weißt was dein Vorteil ist“
„Du bist sehr direkt, komm trinken wir erst mal einen Wodka.“
„Nein ich trinke nicht.“
„Traust du mir nicht“
„Nein, du traust mir doch auch nicht“
„Gut als Deutscher bist du wenigsten ehrlich, was willst du wissen, warum bist du hier?“
„Ich will wissen was und wie viel Waffen und Munition ihr nach Berlin liefert und an wen?“
„Du traust dich viel, für die Fragen würdest du bei uns die Oder runter treiben.“
„Wir wollten ja nicht Kaffee trinken, das wußtest du. Du sagst mir was dir möglich ist und ich garantiere Eure Anonymität.“
„Und deshalb läuft das Diktiergerät mit.“
„Ja, aber wir können jederzeit Auszüge löschen, oder Ausschalten wenn du das willst.“
„Gut, was willst du wissen?“
„Wie viel Waffen und was für welche verkauft ihr in Berlin?“
„Waffen eigentlich nicht so viele, mehr Munition.“
„Was für Waffen?“
„Hauptsächlich Pistolen und Revolver aus China und Serbien, dazu einige Scharfschützengewehre mit Schalldämpfer.“
„Wer braucht in Berlin Scharfschützengewehre mit Schalldämpfer?“
„Die gehen Hauptsächlich an Araber und Türken, die gehen zwischen Berlin und Frankfurt auf Jagd. Die verkaufen das Wild und finanzieren sich so ihre Munition.“
„Wer kauft das Wild?“
„Große Hotels in Berlin und Umgebung und Potsdam, oder wir nehmen das Wild mit und verkaufen es bei uns.“
„Ok, wie sieht das ganze aber in Zahlen aus. So kann ich mir kein Bild machen. Wolodja hat mir zugesagt das du meine Fragen beantwortest. Kommen wir also zur Sache, du hast sicher noch was zu tun und ich hab noch eine Verabredung mit Wolodja. Was für Munition und welche Mengen verkauft ihr im Monat“
„Meine Buchführung lege ich dir nicht offen, aber wir liefern pro Sendung zwischen 8 und 10 tausend Schuß, je nach Bestellung.“
„Was für Munni ist das, will da einer ein Krieg ausrüsten?“
„Klingt nur viel, Hälfte ist 9 mm und andere hälfte ist 22 er. Dann noch 2 – 3 hundert Schuß für Gewehr.“
„Wer nimmt dir die Munition ab und was machen die damit.“
„Was die damit machen ist uns egal, wir dürfen ja nur in Kreuzberg an Türken verkaufen. Die verkaufen dann weiter an die Araber und Libanesen. Wir wissen aber, daß die Türken ihre Banden ausrüsten und in Nacht fahren sie um Berlin auf den Autobahnen und beschießen Schilder an Autobahn. Mußt du gucken wenn zurück fahren. Wirst sehen wo Munition bleibt. Einige Türken ganz verrückt, schießen ein Wochenende 2 – 3 hundert Schuß pro Mann in Schilder oder Bäume. Aber uns egal, das gut für Geschäft“
„Ihr verkauft also nur in Kreuzberg? Und wer verkauft in Tegel und Spandau?“
„Frag Wolodja. Wir haben nur Lizenz für Kreuzberg. Dürfen nur an Türken verkaufen sonst großen Ärger“
„Verkauft ihr auch an die Rechten und Linken oder die Skinheads“
„Hier in Polen verkaufen an jeden, kein Problem. In Berlin geht nicht, das Gesetz. Mußt die Regeln einhalten. Andere polnische Gruppe hat Lizenz für Marzahn und verkauft an Deutsche.“
„Kannst du mir da ein Kontakt machen?“
„Laß lieber, die Gruppe nicht gut.“
„Wie viele Pistolen und Revolver verkaufst du pro Lieferung? Wie viel Lieferungen macht ihr im Monat?“
„Du sehr hartnäckig. Wir machen 2 manchmal 3 Lieferungen im Monat. Haben pro Lieferung 10 manchmal mehr Pistolen und 3- 5 Gewehre. Wenn bestellt. Jetzt zufrieden.?“
„Wie macht ihr das mit der Polizei, daß die euch nicht kriegen. Ist ja schließlich ein ganzer Haufen Munition den ihr dann dabei habt.“
„Mit Polizei keine Problem, macht andere Gruppe perfekt. Keine Kontrolle wenn wir fahren. Manchmal wir holen die Munition auch direkt in Berlin bei Polizei.“
„Wie bitte, bei der Polizei in Berlin? Ich versteh nicht, wie soll das gehen?“
„Einfach, Polizei ist in eigenen Klub und kann schießen. Sie haben Scheine das können kaufen Munition soviel sie wollen, keiner fragen. Kann kaufen in Klub, kann kaufen in Laden, kann kaufen in Dänemark, in Holland, keiner fragen wofür. Wir kaufen und müssen nicht Transport machen.“
„Ihr habt also die Polizei geschmiert. Und wie viel Polizisten verkaufen euch Munition?“
„Möchtest du nicht doch etwas trinken, ist so schönes Wetter heute.“
„Ich verstehe, aber das muß bei der Polizei doch auffallen wenn die soviel Munition privat kaufen? Irgendwann fällt das doch auf.“
„Wie genau geht, uns egal. Ich denke viele wissen, aber nichts sagen. Wenn was sagen, dann Pistole gehen los bei sauber machen. Wenn nicht sagen dann langes Leben und viel Geld.“
„Was kostet bei euch die Munition und die Waffen?“
„Ich weis nicht, ist so warm heute. Hier sieh dir mal an, such dir aus was du brauchst. Ich mache dir ein Sonderangebot“
„Die Glock ist nicht schlecht, was kostet die komplett mit dem Schalldämpfer da und den 3 Magazinen?“
„Der komplette Koffer dazu noch 500 Schuß, und das Halfter, für dich, 2000.“
„Ich bin doch nicht Rockefeller, was willst du für die Luger hier, aber ohne Munition?“
„ Gib 600 und wir werden Freunde.“
„Für deine Preise habe ich den falschen Paß in der Tasche, ich bin doch kein Türke mit unbegrenztem Kredit. Von den Tschechen bekomme ich die gleichen Sachen aber wesentlich billiger.“
„Ja ich weiß, aber nicht in Berlin. Willst du noch was wissen, ich habe noch ein Termin.“
„Ja ich habe auch noch einen Termin, aber sag mal wer verkauft in Nordrein-Westfalen, in Köln oder Duisburg und Umgebung.“
„Kann ich nicht helfen, mußt du Albaner oder Kroaten fragen. Haben ihre Nutten, die vermitteln dich. Oder die schwarzen, aber die verkaufen dir erst Drogen bevor du ein Schuß bekommst. Aber denk daran, kommen hier Polizei fragen, dann bekommen du großes Problem.“
„Keine Sorge, wir stehen zu unserem Ehrenwort. Wenn ich darüber schreibe, darf ich schreiben das wir uns in Zieljona Gora getroffen haben.“
„Ich denke du kannst kein polnisch. Du kannst aber auch schreiben wir haben uns in Warschau getroffen, solange du keine Beschreibung von uns machen wirst. Du weißt daß hier nur ein neutraler Ort ist.“
„OK, das ist mir schon klar. Ich wollte mich nur vergewissern das es kein Mißverständnis gibt.“
„Gut dann ist alles bestens. Dann steig ein und Tomacek bringt dich zurück.“
„Ok, bis dann, vielleicht sehen wir uns irgendwann noch mal.“
„Vielleicht, aber auf der Straße du mich besser nicht erkennen, alles klar?“
Ich nickte und die Tür flog zu. Der BMW fuhr los und dann fuhren wir zurück zum
vorherigen Treffpunkt. Mein Kontaktmann aus Berlin brachte mich nun zur russischen Grenze. ….
Quelle: Kehrusker


