27. November 2010 – Am schönen Sonntagmorgen des 21. November 2010 fuhren wir in Richtung Ruhrgebiet, um einem der größten deutschen Kriegshelden und auch nach dem (militärisch geführten) Krieg, immer an vorderster Front für die Wahrheit stehenden aufrechten Mannes zu gedenken, der am 5. November 2010 im Alter von 97 Jahren verstorbenen war. Ritterkreuzträger Hajo Herrmann war Gründungsmitglied, langjähriger Förderer und juristischer Berater des Vereins Gedächtnisstätte, der sich für die Errichtung einer Erinnerungsstätte in Deutschland für die während und in den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges getöteten Millionen deutscher Zivilisten einsetzt.
Wir kamen „unbehelligt“ am Bestimmungsort an, was uns ein wenig verwunderte (nicht daß wir etwa das „Begrüßungskomitee“ der anderen Seite vermißten…). Haben gewisse Leute vielleicht begriffen, daß sie sich selbst am meisten schaden, wenn sie ein Gedenken an einen tadellosen Deutschen wie Hajo Herrmann stören? So ganz „ohne Aufsicht“ waren wir dennoch nicht: Wie man einem anderen Bericht entnehmen konnte, war die Stasi auch vertreten.

Die Gedenkfeier fand in einem würdigen angemessenen Rahmen statt. Ursula Haverbeck war am Abend zuvor schon angereist um bei der Gestaltung mitzuwirken, bzw. um diese zu übernehmen.
Die Begrüßungsrede hielt der Vorsitzende des Vereins Gedächtnisstätte, Wolfram Schiedewitz. Er sprach von den Anfängen des Vereins, der (gegründet 1992) in Borna von 2005 bis 2009 eine Heimstätte gefunden hatte (Im September 2009 hatte die Besitzerin, die sich von der Gegenseite einschüchtern ließ, dem Verein gekündigt, Anm. des Verfassers) und bekräftigte, daß es ohne Wahrheit keine Zukunft gibt. Ebenso übermittelte er ein Grußwort der Artgemeinschaft und der Ulrich von Hutten – Gesellschaft.
Nach der Einspielung des Kaiserquartetts C-Dur Opus 76 von Joseph Haydn (der Musik des Deutschlandliedes) ergriff Dr. Olaf Rose, in seiner gewohnt fesselnden Art die Dinge zu beschreiben, das Wort. Er bemerkte, daß es eigentlich die Aufgabe des „offiziellen Deutschland“ sei, einem Mann wie Hajo Herrmann ein ehrendes Gedenken zu bereiten, worauf viele der Anwesenden klatschten (das sehen wir allerdings anders, genauso wie Ralf Tegethoff, Anm. des Verfassers) Dr. Rose führte weiter aus, daß Oberst Herrmann eigentlich zunächst bei der Infanterie war. Göring entdeckte ihn bei einem Manöver in der Heide und sprach ihn an, ob er nicht zur Luftwaffe („zu uns“) kommen wolle. Er sah es als seine Pflicht und als eine Selbstverständlichkeit an, als einer der 6000 Freiwilligen der Legion Condor um in Spanien gegen den Bolschewismus zu kämpfen, der seine blutige Hand in Richtung Europa ausstreckte. Er war überall dort wo gekämpft und wo er gebraucht wurde. So war er später auch bei den Angriffen auf Warschau, Rotterdam und Coventry dabei und konnte erzählen, wie es wirklich war: Die angeblichen Bilder von der Bombardierung Warschaus sind z. B. nicht von 1939, sondern von 1945, nach dem (von Agenten angezettelten) Aufstand im Warschauer Ghetto. Die Rolls Royce Motorenwerke waren in der Innenstadt von Coventry, darum wurden leider auch einige Wohnhäuser in Mitleidenschaft gezogen, der Angriff galt aber Rolls Royce als militärischem Ziel und forderte 500 Tote und nicht mehrere Tausend wie von der feindlichen Propaganda fälschlicherweise behauptet. Es wird immer behauptet, die Terrorangriffe der Alliierten auf deutsche Städte seien nur die „Antwort auf Coventry“, das ist eine dreiste Lüge: Die Engländer hatten zuvor schon Wohngebiete bombardiert, z. B. Sylt und Mönchengladbach. Auch in Rotterdam wurden von der deutschen Luftwaffe ausschließlich militärische Ziele mittels Sprengbomben angegriffen, und nicht Brandbomben, wie vom Gegner fälschlicherweise behauptet – Die Wohnhausbrände waren Ansteckungsbrände.
Im Mai 1943 wurde nach seinen Vorschlägen das Jagdgeschwader 300 „Wilde Sau” (Wilde-Sau-Nachtjagdverfahren) aufgestellt. Er stieg zum Geschwaderkommodore und Divisionskommandeur auf und hatte zuletzt den Rang eines Oberst inne. Durch die damit erzielten Erfolge wurde die Abwehr alliierter Nachtbomberangriffe effizienter. Dafür erhielt er am 2. August 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Herrmann war Mitbegründer der sogenannten „Rammjäger” (Sonderkommando Elbe), die im April 1945 in den Kriegseinsatz geschickt wurden, aber nur noch bedingt zum Einsatz kamen.
Die Rammjäger (zunächst Me Bf 109, sollten abgelöst werden vom Düsenflugzeug Me 262) brauchten etwa 2000 Freiwillige, die von Anfang an darüber Bescheid wußten, daß dies ein Himmelfahrtskommando war – es meldeten sich 3000! Für Hajo Herman war es auch als Kommandeur eine Selbstverständlichkeit mit gutem Beispiel voranzugehen und selbst eine Maschine zu fliegen. In einem Interview mit der BBC sagte er einmal den berühmten Satz: „Ich entschuldige mich niemals für das was richtig war.“
Bei dem selbstlosen Versuch Kameraden vor der sowjetischen Gefangenschaft zu retten wurde er selbst gefangen genommen und in sowjetischen Konzentrationslagern interniert. Nach 10 Jahren russischer Gefangenschaft (1945 – 1955), Folter und Zwangsarbeit, nach denen viele als gebrochene Männer zurückkehrten, war es für Oberst Hajo Herrmann wie selbstverständlich im besetzten Deutschland sofort wieder an vorderster politischer Front zu stehen.
Als Heimkehrer studierte er noch mit 42 Jahren Jura und vertrat als Strafverteidiger vor Gericht u. a. den Gaskammerexperten Fred Leuchter, Udo Walendy, Otto Ernst Remer und David Irving.
Als nächster Redner berichtete Ralf Tegethoff aus dem Leben dieses großen Mannes, mit dessen Lebenswerk und Wirken wir uns nicht im Entferntesten messen können, wir können nur danach streben. Der Vortragende berichtete u. a. auch von seinen persönlichen Erlebnissen mit dem Verstorbenen und seiner unkomplizierten und humorvollen Art. Für Ralf Tegethoff war es nur richtig und angemessen, daß Vertreter des nationalen Widerstandes, seine Kameraden, Hajo Herrmann die letzte Ehre erwiesen hätten und nicht die volksvergessenen Repräsentanten dieses BRD-Staates!
An den Schluß seiner Ansprache setzte er ein Gedicht von Herybert Menzel:
Wenn einer von uns müde wird,
der andere für ihn wacht –
Wenn einer von uns zweifeln will,
der andere gläubig lacht -
Wenn einer von uns fallen sollt,
der andere steht für zwei -
denn jedem Kämpfer gab ein
Gott den Kameraden bei.
Danach trat einer unserer größten Historiker, Udo Walendy, ans Rednerpult. Er berichtete über die persönliche Verbundenheit zu Hajo Herrmann und seine wichtige Unterstützung bei seiner Tätigkeit als Historiker und Verleger, vor allem auch im Rechtskampf gegen BRD – Gerichte.
Nach der Musik aus dem 2. Satz des Klavierkonzerts Es-Dur Opus 73 von Beethoven trug die Freiheitskämpferin Ursula Haverbeck das Gedicht „Der Tod ist groß“ von Rainer Maria Rilke vor und las eine kurze Episode aus dem Buch von Herrmann über seine Zeit in russischer Gefangenschaft. Sie betonte, daß seine Zeit als Soldat eine Aneinanderreihung lebensgefährlicher Situationen war, immer bereit, sein Leben für sein Volk und für Deutschland zu opfern.
Neben den „üblichen Verdächtigen“ und Vertretern von Kehrusker und NeueOrdnung, waren unter den Gästen auch Kameraden, die eine weite Anreise in Kauf genommen hatten, die ihnen die letzte Ehre für Oberst Herrmann aber allemal wert sei, wie sie betonten. Diese waren u. a. Torsten Grober aus Mecklenburg, Dirk Reinecke und Kevin Käther aus Berlin. Auch Andrej Triller von den Rußlanddeutschen Konservativen und Werner Keveloh vom Akademiekreis konnten wir dort begrüßen.
Zum Abschluß wurde das Lied der Deutschen gesungen.
Quelle: Neue Ordnung

