In unserem Klageverfahren gegen das Bundesinnenministerium hatte das Verwaltungsgericht Berlin (Az.:VG 29 K 184.11) zuletzt dem BMI eine letzte Frist bis zum 25.09.2011 zur Abgabe einer Stellungnahme gesetzt. Dieser Stellungnahme und somit der Offenlegung aller bisherigen Ermittlungsergebnisse bzw. Vorwürfe ist man nun mit dem Verbot zuvorgekommen.
Trotz aller Repressionen (Kontokündigungen, Postdiebstahl, Durchsuchungen, …) hielten wir unbeirrt an unserer Aufgabe fest. Auch zukünftig werden wir, wo immer es nötig ist, das Recht auf Meinungsfreiheit verteidigen und auf Mißstände aufmerksam machen. Allen Kameradinnen und Kameraden, drinnen und draußen, sei versichert, daß wir alle uns zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen und unsere Verpflichtung nicht kampflos aufgeben werden.
Wieder einmal hat dieses System gezeigt, daß es mit dem Verbot der HNG -und allen noch folgenden Verboten von nationalen Vereinen und Organisationen- verzweifelt versucht jegliche volkstreue Bewegung zu kriminalisieren und den eigenen volksfeindlichen Weg weiter zu beschreiten. Erfolg werden sie damit jedoch nicht haben, da die Zahl der Systemkritiker von Tag zu Tag wächst.
Wenn es dem herrschenden System, allen voran Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU), wie in der Verfügung ausdrücklich erwähnt, wirklich nur darum ginge eine Organisation zu zerschlagen die sich kämpferisch aggressiv gegen die „demokratische Ordnung” richte, so hätte man sich schon längst beim Verbot der linksextremistischen Gefangenenorganisation „Rote Hilfe” abarbeiten können.
Seit Jahrzehnten unterstützte die HNG nationale Gefangene mit Rat und Tat und gab Ihnen die Möglichkeit untereinander -drinnen und draußen- in Kontakt zu bleiben, sich auszutauschen und sich gegen repressives und rechtswidriges Verhalten der Systembehörden zur Wehr zu setzen. Doch genau darauf zielt wohl der neueste Schlag gegen die nationale Opposition von Seiten des Systems. Organisierte nationale Solidarität ist in diesem Staate unerwünscht.
Liebe Kameradinnen und Kameraden, überlassen wir unsere inhaftierten Kampfgefährten nicht einem System, welches volksfeindlicher kaum sein kann. Betroffen ist die HNG, doch gemeint sind wir ALLE!
Ich möchte auf diesem Weg alle nationalen Aktivisten auffordern, unsere inhaftierten Kameraden in den Systemkerkern auch zukünftig nicht allein zu lassen. Schreibt Briefe, sendet Briefmarken, haltet den Kontakt und unterstützt wo immer es Euch möglich ist. Bedenkt immer, daß auch Ihr einmal in den Systemkerkern einsitzen könntet.
Solidarität ist EINE Waffe, Solidarität ist UNSERE Waffe!
Mit kameradschaftlichen Grüßen
Daniela Wegener
(ehem. HNG-Vorsitzende)


