Wir reichen uns die Hände nach guter alter Sitt’
und wünschen uns zum Essen, recht guten Appetit.
Setzt euch zu Tisch, eßt froh und frisch,
vergeßt nicht zu bedenken,
nichts kann uns die Erde schenken
auch dem kleinsten Stückchen Brot,
steht viel Müh’ und Not.
Herbei, herbei gekocht ist der Brei, der Tisch ist gedeckt,
nun seht wie es uns schmeckt.
Wir fassen die Hände und schließen den Kreis:
Brot sei uns heilig und heilig die Speis’.
Der Bauer pflügte und eggte das Land,
die Saat ließ er rieseln aus seiner Hand.
Frey schickte Regen und Sonne
und uns allen gedieh es zur Wonne.
Die Sonne hat gefruchtet im dunklen Erdenland
die Erde hat empfangen die Frucht vom Sonnenland.
Sie gibt die Frucht der Erde, den Menschen selbstlos hin,
und hofft, daß Menschen finden der Erde Ziel und Sinn.
Wir reichen uns die Hände,
nach guter alter Sitt’
und wünschen uns zum Essen,
einen guten Appetit.
Laß uns das Mahl verzehren,
des Bauern Arbeit ehren,
des Landes Reichtum mehren,
dem Unheil tapfer wehren.
Erde, die uns dies gebracht
Sonne, die es reif gemacht
liebe Sonne, liebe Erde,
euer nie vergessen werde!
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